Hexengruppe Löffingen

Zunftstube

ZunftstubeLOGO1Sie wollen die Zunftstube der Löffinger Narren kennen lernen? Mit Thomas Sawetzki (einer aktiven Löffinger Hexe) wurde ein Hausmeister gefunden, der zusammen mit seiner Frau Yvonne die Narrenstube betreut und dafür sorgt, dass Fasnachtsfreunde und alle Löffinger Narren noch lange daran Freude haben werden.

Wenn Sie auch Interesse haben die Zunftstube im Mailänder-Tor zu besichtigen dann melden Sie sich einfach bei:

Thomas Sawetzki – Tel.: 07654-922475

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Am 04. und 05. September 1993 konnten die Hexengruppe und die Laternenbrüder Löffingen ihre langersehnte und nun Wirklichkeit gewordene Zunftstube einweihen.

Hexe und Hansele - die "Gesichter" der traditionellen Fasnet in Löffingen
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Zuvor jedoch mussten nicht nur unzählige Arbeitsstunden sowie finanzielle Aufwendungen geleistet werden. In der Zeit vor dem Beginn der eigentlichen Arbeiten galt es zunächst Überzeugungsarbeit beim damaligen Bürgermeister und dem Gemeinderat zu leisten. In zahlreichen Gesprächen, geführt vom damaligen Narrenvater Jupp Hoitz, sowie dem ehemaligen Hexenchef Franz Hofmeier wurden die Hürden überwunden. Letztendlich siegte die Verbundenheit aller damaligen Gemeinderäte zum heimatlichen Fasnachts – Brauchtum, so dass es den Räten schliesslich gelang, auch den Bürgermeister der anfänglich die noch vorhandene Wohnungsnot als Hinderungsgrund angab zu überzeugen.

Im Maienländer Tor befindet sich die Zunftstube.
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Erste Vorstösse gab es in Sachen Narrenstube bereits Mitte der siebziger Jahre unter der Leitung von Klaus Wider, der die Hexengruppe über 10 Jahre leitete. Das favorisierte Traumobjekt Mailänder Tor, das drei Grossbränden zum Opfer fiel (zum letzten mal am 28. Juli 1928) war zwischenzeitlich in weite Ferne gerückt. So wurde den Narren noch kurz vor der endgültigen Entscheidung auch der ehemalige Friseurladen Studer im Stadtbau, sowie das Obergeschoss im Gasthaus Sonne angeboten. Beide Projekte waren jedoch entweder zu klein (Studer) oder nicht zu realisieren (Sonne).

Am 29. August 1991 war es dann endlich soweit! Die einstimmige Entscheidung im Gemeinderat, der sich auch der Bürgermeister anschloss obwohl ihm ein kleiner Raum mit 4 qm noch sehr im Magen lag, wurde in einer Vereinbarung umgesetzt. Hocherfreut und nicht weniger motiviert nahmen Hexen und Laternenbrüder die Entscheidung auf.

Zunftstube
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Anfang Oktober 1991 wurden mit enormem Schwung die ersten Arbeitseinsätze in gemeinsamer Arbeit beider beteiligten Vereine geleistet. Zuerst waren umfangreiche Abbrucharbeiten notwendig um die Voraussetzungen für die heutigen Räumlichkeiten zu schaffen. Wertvolle Bausubstanz vor allem im Holzbereich wurden erhalten. Dazu war es jedoch notwendig, die mit den Jahren zahlreich gewordenen Anstriche zu entfernen um so den natürlichen Charakter des Holzes wieder zu erhalten. Zu gute kam dem ganzen Unternehmen, dass vor allem in der Hexengruppe fast alle handwerklichen Berufe vorhanden waren.

Zunftstube
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Die anfängliche Planung und das von der Stadt verlangte Nutzungskonzept entstammt aus der Hand eines ehemaligen Narrenrates. Ohne fremde Mittel und Zuschüsse und nur mit eigenen Handwerkern wurde das Schmuckstück, das die Narren auch gerne Ihre gute Stube nennen in zweijähriger Bauzeit vollendet. Ohne Eigenleistungen wären die Baukosten um ein vielfaches ausgefallen. Zahlreiche den Hexen und Laternenbrüdern nahestehenden Betriebe stellten manche Materialien auch kostengünstig zur Verfügung. Auch zahlreiche Mitglieder spendeten die von Ihnen selbsteingebauten Werkstoffe.

Zur Eröffnung am 04. und 05. September 1993 kamen eine Vielzahl von Narrenfreunden aus dem Ösch sowie aus der Landschaft Baar um gemeinsam das gelungene Werk seiner Bestimmung zu übergeben. Dekan Litterst übernahm die Segnung des Hauses und Bürgermeisterstellvertreter Klaus Wider übergab offiziell den Schlüssel.

Jeder, der mal aktiv bei den Löffinger Hexen war oder ist bekommt sein Namensschild, welches bei der gemalten Hexe an der Wand im Hexenstüble seinen Platz findet.
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In einer zweitägigen Eröffnungsfeier bewunderte die Löffinger und umliegende Bevölkerung die Gestaltung der Stube. Ca. 2000 Gäste drängten sich im verlaufe der ersten Führungen durch die Räumlichkeiten und waren voll des Lobes für so viel Engagement. Der Gestaltung der Räumlichkeiten kam auch zu Gute, dass es mit Jürgen Oschwald einen Löffinger Künstler gab, der es verstand besonders das Hexenstüble zu einem nicht alltäglichen Kämmerchen zu machen. Oschwald setzte die zahlreich vorhandenen Anregungen auf seine Art um und gab dem Raum eine besondere Note.

Nachbildung der Hexen-Pyramide aus der Löffinger Walpurgisnacht
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Mit einer originalgetreuen Nachbildung der Pyramide aus der Löffinger Walpurgisnacht hat das Hexenstüble einen besonderen Mittelpunkt erhalten. Die Zunftstube dient heute als Heimstätte zahlreicher aus den Anfängen der Löffinger Narretei stammender Utensilien. Vor allem aber auch Bilderdokumentationen bis um die vorige Jahrhundertwende sind zu sehen. Im Tagungsraum finden die schönsten Gastgeschenke und Erinnerungen an befreundete Zünfte Ihren Platz.

Auch nach über zwanzig Jahren erfreut sich die Zunftstube nach wie vor großer Beliebtheit. Zahlreiche Klassentreffen finden hier Ihren Auftakt und manche Erinnerungen besonders der älteren Löffinger werden an ihre Fasnetzeit wach. Auch Familienfeste werden gerne aufgelockert durch eine Führung die jederzeit vom Narrenvater, Hexenchef oder deren Stellvertreter durchgeführt wird.